Muster Krankenhaus in Musterstadt SOP Datum : 28.02.2000
Geltungsbereich : Labor Urinstatus und Sediment Seite 1/x

Urinstatus

Die Untersuchung des Urinstatus-, und die Sedimentbefunde sind in unserem Labor folgendermaßen organisiert :

1. Die Probenbecher werden von Station bitte mit einem AuftragsBarcodetikett vom Auftragsformular versehen.

2. Als Patientenaufkleber werden zweckmäßigerweise kleine Etiketten genommen

3. Der Urin soll so schnell wie möglich ins Labor gebracht werden.

4. Der Urinstatus wird mit einem Teststreifen (Combur 10)durchgeführt. Die Auswertung erfolgt über ein spezielles Fotometer. Dadurch sind die Ergebnisse weniger abhängig von individuellen Ableseungenauigkeiten und der Eigenfärbung des Urins.

5. Bei Urinen, wo Nitrite, Leukozyten ,Hb, Erythrozyten, Glucose oder Eiweiß angezeigt wird ( ca.80% ), wird eine Sedimentuntersuchung angeschlossen. Der Rest ist o.B.

6. Es werden alle Befundfelder ausgedruckt, auch wenn der Befund o.B. ist.


Sediment

Die Bezeichnung Urinsediment ist etwas irreführend, da in unserem Labor der Urin nativ in der Zählkammer untersucht wird. Trotzdem hat sich der Begriff eingebürgert.

Material : Frischer Spontanurin aus dem Mittelstrahl ( routinemäßig den Morgenurin) oder Katheterurin

Durchführung : Nach der Bestimmung des Urinstatus werden die Urinproben mit auffälligen Befunden (die Siebkriterien sind in der SOP Urinstatus beschrieben) mit einer 20 µl Pipette in eine Fuchs-Rosenthal Zählkammer gefüllt. Ausnahme: Urine aus der urologischen Ambulanz werden alle durchgesehen.

In die vorhandenen 5 Kammern können bis zu 10 Urinproben eingefüllt werden. Nach kurzer Sedimentation kann die Urinprobe im Mikroskop (40er Vergrößerung) untersucht werden.

Es wird eine representative Reihe von 16 Kleinstquadraten durchgesehen. Dabei werden die Leukozyten und die Erythrozyten soweit möglich gezählt.

Hinweis : bei größerer Zelldichte reicht auch ein representativer Teil. Neu ist die Angabe > 1000 wenn eine Zählung wegen der hohen Anzahl nicht mehr sinnvoll ist. Die Angabe massenhaft bleibt dann solchen Urinen vorbehalten, wo die Einzelzellen nicht mehr differenzierbar sind.

Andere Inhaltsstoffe werden nach Menge geschätzt z.B. Bakterien und Epithelien (+),+,++,+++

Weitere Inhaltsstoffe werden nur als vorhanden benannt : Hefen, Urate, Phosphate, Zylinder

Folgende Inhaltsstoffe werden nicht weiter beachtet : Spermien, Schleim

Hinweis : Bei der Untersuchung findet immer auch eine Befundung statt. So ist liegt es im Ermessen des Untersuchers z.B.Vorkommen von vereinzelten Bakterien anzugeben. Wichtig ist hier die Frage der klinischen Relevanz. Die kann aber z.B. bei Spontan oder Katheterurin unterschiedlich sein. Eingabe : Die Befunde werden auf die Ausdrucke des Urinstatus vermerkt und später in die Labor-EDV eingegeben. Werden keine Zellen gefunden wird sowohl bei Leukozyten als auch bei den Erythrozyten 0 eingegeben. Dadurch ist auch die mikroskopische Zählung dokumentiert.

Verfasser : Ersetzt SOP vom : Erstschrift Gültig bis : auf weiteres

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